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Gewalt gegen Frauen

Gewalt gegen Frauen ist in unserer Gesellschaft weit verbreitet: Jede dritte Frau in Deutschland hat seit ihrem 15. Lebensjahr mindestens einmal körperliche oder sexuelle Gewalt erfahren.[1]Davon sind Frauen aller Altersgruppen und aus allen sozialen Schichten betroffen. Die Gewalt wird in den meisten Fällen von Männern ausgeübt. Meistens kennen die Frauen den Täter aus ihrem sozialen Umfeld, zum Beispiel aus der Familie. Besonders häufig sind die Täter aktuelle oder ehemalige Beziehungspartner der betroffenen Frauen.

Gewalt gegen Frauen ist Ausdruck gesellschaftlicher Machtverhältnisse, in denen Frauen nach wie vor in fast allen Bereichen des Lebens benachteiligt werden. Gewalt ist ein Mittel, diese Machtverhältnisse aufrechtzuerhalten, etwa wenn Kollegen am Arbeitsplatz anzügliche und herabwürdigende Bemerkungen machen, um Kolleginnen einzuschüchtern und sich selbst einen Machtvorteil zu verschaffen.

Wenn der Täter mit der betroffenen Frau zusammenlebt, beispielsweise in einer Beziehung oder in der Familie, spricht man von häuslicher Gewalt. Gewalt gegen Frauen wird in den allermeisten Fällen von Männern ausgeübt, zum Beispiel von Ehemännern, Partnern, Vätern oder Arbeitskollegen. Oft findet sie in privaten Wohnungen statt oder in Situationen, in denen der Täter mit der betroffenen Frau alleine ist. Deswegen haben viele Frauen Angst, dass ihnen niemand glauben wird, wenn sie darüber sprechen. Schuldgefühle, Angst vor dem Täter, Scham, Unsicherheit und Abhängigkeit sind weitere Gründe, warum viele Frauen mit niemandem über die Gewalt sprechen.

[1]FRA-Studie 2014: http://fra.europa.eu/de/publication/2014/gewalt-gegen-frauen-eine-eu-weite-erhebung-ergebnisse-auf-einen-blick

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